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Officejet Pro 8600 mit CISS

Officejet Pro 8100 und Officejet Pro 8600
Officejet Pro 8100 und Officejet Pro 8600
Officejet Pro 8100 und Officejet Pro 8600

(17.5.2013)

Seit über einem halben Jahr arbeite ich jetzt bereits mit CISS im Officejet Pro 8100.

Seit Januar ist auch ein Officejet Pro 8600 dazugekommen. Eigentlich wäre das Gerät nicht nötig gewesen aber da der Einbau doch etwas anders ist als beim Officejet Pro 8100 habe ich mir das Gerät zugelegt mit dem Gedanke eine Einbauanleitung dazu zu schreiben.

Denn bekanntlich verkaufe ich nur Dinge die ich selbst getestet habe (das ist übrigens auch der Grund warum es bei mir leider nicht alles gibt - als 1-Mann-Betrieb ist meine Zeit doch arg begrenzt).

Mit dem Bericht habe ich mir leider wegen dringenderer Aufgaben auch etwas Zeit gelassen.

Daher möchte ich jetzt die Info zum Officejet 8600 Pro nachholen.

 

Der Officejet Pro 8600 ist zwar der Nachfolger des Officejet Pro 8500, das Tintensystem ist aber komplett anders aufgebaut. Im Officejet Pro 8500 gab es feststehende Tintenpatronen die über ein Schlauchsystem mit den Druckköpfen verbunden waren. Dieses System wird sonst hauptsächlich in Großformat-Geräten eingesetzt.

Der Vorteil für den Einbau eines CISS-Systems lag darin daß man nur die Patronen austauschen und sich keine Gedanken über die Schlauchführung machen musste. Der größte Nachteil für CISS-Anwendungen war die Empfindlichkeit gegen Luft. Einmal nicht aufgepasst und man hatte massive Probleme die Luft wieder aus dem Gerät zu bekommen.

 

Bei den neuen Geräten Officejet Pro 8100 / 8600 handelt es sich um ein offenes Tintensystem ähnlich wie bei den bekannten Pixma-Geräten von Canon. Die Tintenpatronen sitzen direkt auf dem Druckkopf.

Offen bedeutet daß die Tintenpatronen so konstruiert sind daß die Tinte nur durch den Luftdruck bzw. die Schwerkraft in Balance gehalten werden. Bastelt man an den Patronen herum oder füllt die falsche Tinte ein kann es schnell zu einem Auslaufen der Tinte kommen.

Im Gegensatz zu vielen anderen HP-Geräten mit an den Patronen befestigten Düsen ist bei diesem Modell aber der Druckkopf von den Patronen getrennt und sollte normalerweise ein Druckerleben lang halten.

Ein Austausch ist zwar problemlos möglich, für den Preis eines Druckkopfes lohnt der Austausch aber meistens finanziell nicht.

 

Der Officejet Pro 8600 hat wieder eine Papierschublade die man zum Nachfüllen als Ganzes entnehmen muss.

Gegenüber dem labbrigen Papierfach des Vorgängermodells eine deutliche Verbesserung. Ausserdem fasst das Fach mehr Papier. Ein 500-Blatt-Stapel ist in 2 Füllvorgängen im Gerät verschwunden. Bei den Vorgängern musste man dafür mindestens 3x nachlegen.

Die Papierverarbeitung insgesamt ist ein deutlicher Fortschritt.

So gab es bei den Vorgängern immer wieder Probleme mit dem Papiereinzug. Mindestens 6 Geräte von Kunden hatte ich wegen Einzugsproblemen austauschen müssen und auch bei meinen Geräten musste ich immer aufpassen welches Papier ich einlegte.

Bei den beiden Officejet 8100 und 8600 gab es nach jetzt über 70.000 Seiten (40.000 Officejet 8100 bzw.  30.000 Officejet 8600) bisher keinen einzigen Papierstau und kein Einzugsproblem. Mittlerweile setze ich für manche Flyer auch wieder billiges Papier ein das die Vorgängergeräte überhaupt nicht wollten - ohne Probleme.

Hat aber ja auch von K550 über K5400 bis 8000 und die entsprechenden Multifunktionsgeräte lange genug gedauert bis das verbessert wurde.

 

Wie schon beim Officejet 8100 gefällt mir die braune Gehäusefarbe überhaupt nicht. Das passt irgendwie nicht ins Büro. Dabei handelt es sich aber um Designwerte die mit der Gerätefunktion nichts zu tun haben.

 

Einbau der Schläuche

Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600
Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600
Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600

Nach einigen Versuchen zum Einbau des CISS habe ich eine Möglichkeit zur Schlauchführung gefunden die relativ primitiv klingt aber seit knapp 20.000 Seiten problemlos funktioniert:

Vordere Frontklappe öffnen, der Druckkopf fährt in die Position zum Patronenwechsel.

Stecker ziehen - jetzt kann man den Druckkopf von Hand vorsichtig bewegen.

CISS-Patronen einsetzen. Die Schläuche so führen daß sie leicht nach oben gehen.

Auf dem Bild sieht man daß ich die Schläuche mit Klebebändern zusammengeklebt habe. Das liegt daran daß ich die eigentlich zusammenhängenden Schläuche auseinandergezogen habe um auch mal eine einzelne CISS-Patrone aus dem Drucker nehmen zu können (Grund siehe weiter unten).

Jetzt hält man die Schläuche mittig über die vordere Gehäuseklappe.

Den Druckkopf vorsichtig ganz nach links und ganz nach rechts führen. Die Schläuche dabei festhalten und soweit nachgeben daß die Länge genau so passt daß der Druckkopf die gesamte Breite befahren kann ohne daß Spannung auf die Schläuche kommt.

Nun nimmt man ein Stück Klebeband (darf ruhig etwas mehr sein, ich habe 2 Lagen breites Paketklebeband genommen) und klebt die Schläuche von innen an die Frontklappe fest. Dabei die Frontklappe etwas anheben.

Die Schläuche anschliessend nach rechts zwischen Gehäuse und Klappe durchführen. Die Klappe lässt sich anschliessend problemlos schliessen. Ich habe die Schläuche sicherheitshalber noch aussen am Gehäuse fixiert.

 

Da das CISS ein Bastelprojekt ist muss man natürlich regelmäßig prüfen ob die Schläuche noch korrekt geführt werden, nicht daß der Drucker blockiert wird.

Das Klebeband sieht labbrig aus, ist es auch - aber es tut was es soll. Das CISS funktioniert problemlos.

Wer Angst hat daß sich das Klebeband löst kan ja auch stärkeres Band nehmen.

 

Externe Tanks

Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600
Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600
Schlauchführung CISS beim Officejet Pro 8600

Bei der Aufstellung der externen Tanks muss man immer daran denken daß es sich um ein offenes Tintensystem handelt. Bei den Originalpatronen sind die Tintenpatronen so gestaltet daß immer derselbe Druck im System herrscht und die Tinte dadurch gleichmäßig zum Druckkopf fliesst.

Beim CISS-System mit externen Tanks ändert sich der Druck je nach Füllmenge und Aufstellhöhe der Tanks.

Die Unterschiede sind zwar sehr klein aber die Größen- und Druckverhältnisse im Druckkopf sind noch viel kleiner.

Daher kann es bei falscher Aufstellung der Tanks vorkommen daß entweder die Tinte aus dem Druckkopf gedrückt wird, d.h. der Drucker fängt an zu tropfen. Oder es fliesst keine Tinte nach und das Druckbild wird streifig.

Auch die Viskosität der Tinte hat einen Einfluss auf dieses Verhalten, d.h. beim Wechsel der Tinte kann es sein daß die vorher optimale Aufstellung später nicht mehr richtig passt.

 

Bei meinen Geräten bei Verwendung der Inktec-Tinte aus meinem Shop habe ich den Drucker auf eine Holzplatte gestellt (ca. 2cm Dicke), die Tanks stehen direkt auf dem Tisch, d.h. 2cm tiefer als der Drucker.

Diese Aufstellung funktioniert einwandfrei.

Achtung beim Umstellen des Druckers - ich hatte zum Umstellen des Gerätes die Tanks auf die Papierablage gestellt. Das hat in den 2 Minuten fürs Umstellen schon gereicht daß Tinte aus dem Druckkopf getropft ist und dieser gereinigt werden musste.

 

Problem: Tintenwarnung

Ein nerviges Problem das etwa alle 5.000 - 10.000 Seiten auftritt:

Der Drucker meckert daß eine Patrone leer ist.

Die Ursache dafür habe ich bisher leider nicht feststellen können. An einem Chip-Reset kann es eigentlich nicht liegen, denn dann sollte das Problem nach 1000-2000 Seiten auftreten. Vermutlich liegt es am Zusammentreffen verschiedener Zustände.

Für diese Meldung ist mir bisher keine Lösung durch Tastenkombinationen am Gerät oder Einstellung im Treiber bekannt.

Meine Lösung:

Alle Druckjobs (falls vorhanden) löschen.

Einsetzen der Starterpatronen (sollten noch nicht ganz leer sein). Als Bastler baue ich nur die angemeckerte Patrone ein, daher habe ich wie oben beschrieben die  einzelnen Farbleitungen des Schlauches aussenandergezogen. Dann den Kontakt der Frontabdeckung mit einem Stift oder ähnlichem überbrücken. Der Druckkopf fährt jetzt hin und her, dabei mit der Hand die Schläuche nachführen daß nichts verklemmt oder hängen bleibt - es sind ja noch 3 CISS-Patronen im Gerät und eine hängt draussen.

Irgendwann steht das Gerät auf Bereit. Danach die Überbrückung herausnehmen, der Druckkopf fährt wieder in die Gerätemitte zum Patronenwechsel.

Jetzt die CISS-Patrone wieder einsetzen, Schläuche wieder richtig anbringen, Gerät prüfen, Deckel schliessen.

 

Danach sollte der Drucker die bekannte Warnung bringen ob die eingesetzte Patrone einem als "Original und Voll" verkauft wurde, da muss man natürlich wieder mit NEIN antworten. Voll schon aber NICHT Original. Danach noch die Warnmeldungen wegklicken daß der Drucker bei Verwendung von Refilltinte explodiert oder in China ein Sack Reis umfällt. Jetzt sollte der Drucker wieder auf Bereit stehen und für weitere Druckjobs zur Verfügung stehen.

 

Dieses Problem hatte ich bisher übrigens nur beim 8600, der 8100 brachte nur die Warnmeldungen zur Refilltinte und ist seither zufrieden.

Etwas nervig aber beherrschbar. Und bei 5000-10.000 Seiten passiert das ja auch nicht jeden Tag. Originalpatronen müsste man öfters wechseln was auch nicht viel weniger aufwendig ist.

 

Theoretisch kann man natürlich statt obigem Gebastel auch einfach alle CISS-Patronen entnehmen und durch Starterpatronen ersetzen. Dann muss man aber anschliessend für alle 4 Patronen die Nerv-Meldungen wegklicken und da ich nicht weiss wie oft man die Patronen ohne Probleme entnehmen und wieder einsetzen kann ist mir lieber ich mache das immer nur mit der Patrone die dem Drucker gerade nicht gefällt.

Zu Tests hatte ich zwar jede Patrone bestimmt schon 20x ausgebaut, aber man weiss ja nie.

 

 

Erfahrung aus 70.000 Seiten CISS

Insgesamt läuft das CISS im Officjet Pro 8100 bzw. Officejet Pro 8600 sehr unproblematisch.

Wenn man die Schläuche sauber verlegt und die externen Tanks richtig aufstellt gibt es keine Auffälligkeiten beim Druck.

Selbst wenn mal die Tintenpatronen leerlaufen ist das kein Problem, dann nimmt man die CISS-Patronen heraus und füllt die Tinte wieder ein. Allerdings sollte man prüfen warum die Patrone leergelaufen ist, die Düsen werden durch die Tinte gekühlt und längere Druckjobs ohne Tinte können zum Ausfall von Düsen führen.

 

Ich prüfe alle 1-2 Woche mit Taschenlampe das Druckerinnnere auf Auffälligkeiten, die Tintenstände in den externen Tanks sollte man auch im Auge behalten und rechtzeitig nachfüllen.

Unter den Drucker eine Schutzfolie oder ähnliches ist für Vieldrucker ein Muss - die Tintenspritzer nebeln sich selbst und den Tisch darunter mit der Zeit ziemlich voll. Nach 20.000 - 30.000 Seiten ist der Platz unter dem Drucker meistens schon recht dunkel.

 

Ansonsten muss man sich keine Gedanken um das CISS machen - die Kisten drucken sehr zuverlässig.

 

 



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