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Randlose Decals zum Selberdrucken

Bei normalen Decals hat man immer eine Trägerfolie die mit übertragen wird.

Die Wasserschiebe-Decals sind zwar mit 20µm bis hinab zu 7µm schon deutlich dünner als Klebefolien die bei 60-100µm liegen, aber manchmal muss es eben randlos sein.

 

Natürlich gibt es auch dafür eine Alternative in meinem Shop.

 

Decalfolie zur Erstellung von randlosen Beschriftungen.

 

geeignet für handelsübliche Desktop-Farblaserdrucker.

 

 

Randlose Decals - das braucht man

Für die Erstellung von randlosen Decals benötigt man:

 

- einen Farblaser-Drucker (Tintendrucker funktionieren leider nicht)

- Eine Schere

- Ein paar Papiertücher (Küchentücher, Zewa oder ähnliches)

- Eine Schüssel mit Wasser

- Einen sauberen Arbeitsplatz

- Einen Föhn (optional)

und aus meinem Shop:

1 oder mehrere Druckbögen zur Erstellung von Randlosen Decals

1 Flasche Spezialkleber für randlose Decals (reicht für 10-50 Bögen je nach Anwendung).

 

 

So erstellt man randlose Decals

Zuerst erstellt man das gewünschte Motiv am PC mit einem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm.

Dann druckt man dieses Motiv mit einem Laser- oder Farblaserdrucker auf die Druckfolie für randlose Decals. Dabei wird die glossy/seidenmatte Seite bedruckt.

Die Folie muss aus dem manuellen Einzug verarbeitet werden.

Je nach Drucker nimmt man die Einstellung "dickes Papier/Karton"

 

Ganz wichtig: das Motiv muss spiegelverkehrt gedruckt werden

Ob man das Motiv am PC spiegelt oder erst beim Druck ist dabei egal. Aber nicht vergessen und auch nicht am PC und beim Druck spiegeln, denn 2x gespiegelt ist wieder Originalausrichtung.

 

Farblaser-Ausdrucke sind sofort verarbeitungsfertig. Man muss nichts mehr lackieren, trocknen oder sonst irgendwie bearbeiten. 

Daher geht es sofort weiter zum nächsten Schritt.

 

Das Motiv grob ausschneiden. Dabei genug Rand lassen. Erstens benötigt man etwas Platz zum Greifen und zweitens neigt der bedruckte Bereich beim Aufbringen dazu, sich einzurollen. Daher braucht man etwas unbedruckten "Opferrand"

Wichtig - nicht ins Motiv fassen, Fingerabdrücke sind auch bei sauberen Fingern fettig, das schadet später der Haftung.

 

Das Zielobjekt muss gut gereinigt sein, sauber und vor allem fettfrei. Je nach Material erreicht man das mit Spüli, Fensterreiniger, Alkohol oder Aceton. Wobei Aceton ziemlich giftig ist und viele Materialien angreift. Also aufpassen.

 

 

Den Arbeitsplatz hat man vorher schon sauber hergerichtet, dann kann die Übertragung losgehen.

 

Die bedruckte Folie für ca. 20-30 Sekunden ins Wasser legen.

Anschliessend mit der Rückseite auf ein Küchenpapier legen, das nimmt die überschüssige Feuchtigkeit auf.

 

Jetzt nimmt man den Spezialkleber und trägt ihn dünn auf das Zielobjekt auf.

Anschliessend legt man die Decalfolie mit der Druckseite auf das Zielobjekt.

 

Vorsichtig glattstreichen und dann das Trägerpapier seitlich abschieben.

Bis hierher funktioniert alles wie bei normalen Decalfolien, bis auf den zusätzlichen Kleber und der Tatsache, daß die Folie mit der Druckseite zum Objekt aufgetragen wird.

 

Ist die Folie übertragen, dann kann man das Motiv bei Bedarf noch vorsichtig ausrichten.

Mit einem weichen Pinsel oder Rakel streicht man überschüssiges Wasser und Kleber vorsichtig seitlich hervor - Achtung - die Folie ist ultradünn und sehr empfindlich.

 

So, das wars. Jetzt hat man ein normales Wasserschiebe-Decal auf seinem Zielobjekt.

 

 

Randlos machen

Als nächsten Schritt muss man warten.

Der Kleber muss trocknen, das kann ein paar Stunden dauern.

Um die Sache zu Beschleunigen kann man einen Föhn nehmen oder das Objekt bei 100°C in den Backofen stellen - dabei aber beachten daß das Material die Temperatur verträgt.

3D-gedruckte Teile aus PLA fangen schon bei 50°C an weich zu werden. Also lieber warten statt mit Gewalt zu trocknen.

 

Ist der Kleber vollständig durchgetrocknet, dann kann man die Trägerfolie vorsichtig an einer Ecke anpacken und ganz langsam abziehen.

Zurück bleibt nur der Toner.

 

Mit etwas Hitze (Backofen) kann man den Druck noch besser fixieren. 

Oder man lackiert über den Druck - vorsichtig, idealerweise mit Airbrush. Mit einem Pinsel kann es vorkommen daß die Lösemittel im Lack den Druck ablösen - vorher testen!

 

Das Beispielobjekt auf dem Glas ist übrigens Wasserfest aber nicht kratzfest.

Für eine dauerhafte Fixierung kann man einen geeigneten Glas-Lack verwenden (Bastelbedarf).

Im Modellbau kann man die Beschriftung je nach Bedarf einfach so lassen oder zur Sicherheit noch überlackieren.

 

Viel Spass.

 

 



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