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Weiß - jeder will es, niemand verkauft es - fast...

Haben Sie schon mal einen Verkäufer gefragt, wo Sie weiße Tinte für Ihren Drucker bekommen?

Von Kopfschütteln über Staunen bis Lachen dürfte jede Reaktion möglich sein.

 

Für die großen Druckerhersteller sind alle Druckmedien weiß, daher besteht auch keine Notwendigkeit, weiß zu drucken.

 

Kleinanwender die Kranzschleifen bedrucken wollen, Modellbau-Anwendungen haben oder einfach nur dunkles Papier bedrucken möchten haben leider keine Lobby.

 

Sie wollen Speisekarten für Ihr Restaurant? Schön silber gedruckt auf edles dunkelblaues Papier?

Klar, 1000 Stück und jede Druckerei macht das für Sie.

Wie - nur 20 Stück? Nee, das geht nicht. Höchstens zum Preis der 1000 Stück.

 

Modellbau? 1 Seite A4 in weiß auf transparent?

Nee, ab 500 Stück machen wir das in Siebdruck, darunter gibt es nix.

 

In Großmengen ist weiß kein Problem - wir wollen aber individuelle Drucke...

Weißer Toner

sowas gab es wohl tatsächlich mal. Vielleicht gibt es den Toner auch noch. Nur - trotz intensiver Suche konnte ich noch keinen auftreiben. Die 2 Firmen die den Toner angeboten haben konnten leider nicht liefern.

Weiße Tinte

Weiß ist für den Druck auf dunkle Untergründe gedacht, denn weiß auf weißes Papier braucht wohl niemand. Bei Tinte gibt es das Problem mit der Deckkraft. Normalerweise schimmert bei jedem Tintendruck der Untergrund durch.

Damit hat man natürlich auf Normalpapier jede Menge weiß - dort wo man nicht druckt.

 

Für Großanwender gibt es weiße Tinte:

- Markierungssysteme die den ganzen Tag Barcodes drucken (niedrige Auflösung, Spezialanwendung).

 

- Großformatdrucker

 

diese Geräte basieren auf Piezo-Technik von Epson. Damit könnte man auf die Idee kommen, was im großen Gerät funktioniert sollte doch auch im 0815-Drucker funktionieren.

Theoretisch ja. Praktisch gibt es ein Problem:

Weiß enthält viele schwere Pigmente damit man beim Druck genügend Deckkraft erhält. Diese Pigmente setzen sich sehr gerne und sehr schnell ab.

Daher muss ein Drucker mit Weiß laufend in Betrieb sein und sehr oft gereinigt werden was natürlich sehr hohen Aufwand und Kosten bedeutet.

Weiße Tinte für Hobbyanwender ist daher leider derzeit noch nicht verfügbar und selbst für kleine Firmen mit 10-100 Weiß-Seiten am Tag ist der Aufwand zu hoch, das Gerät müsste im Dauerbetrieb arbeiten um vernünftig funktionieren zu können.

 

Microdry-Technik

Die einzige vernünftige Technik zum Weiß-Druck für Kleinanwendungen ist die Microdry-Technik von Alps. Die MD-Drucker gab es auch von OKI und Citizen sowie in größeren Geräten von Roland.

 

Microdry arbeitet mit Farbbändern und hat damit kein Problem mit Farbpigmenten die die Düsen verstopfen oder sich absetzen könnten. Ausserdem ist die Farbe sehr gut deckend.

 

Aus unbekannten Gründen hat Alps dieses Druckverfahren aber eingestellt und die OEM-Hersteller sind auch abgesprungen.

 

Eine ähnliche Technik wird in der Gerber Edge eingesetzt. Dieses Gerät kostet aber mehr als ein Kleinwagen und scheint auch langsam auszulaufen.

 

Druckerhersteller wollen nur noch Tinte

sämtliche Druckerhersteller setzen nur noch auf Tintensysteme (oder natürlich Laser).

Im Großformatbereich wird mit immer neuen Tintenmischungen experimentiert und es werden immer neue Anwendungsgebiete erschlossen (Uv-beständige Tinte für Aussenanwendungen, Lebensmitteltinte, usw.) Nur weiß kann oder will niemand.

 

Abgesehen von einigen Exoten die mit den oben beschriebenen Pigment-Problemen kämpfen ist die einzige Alternative der Druckerhersteller in der Aussage eines Technikers zusammengefasst:

 

"Weiß? Drucken Sie halt einfach den kompletten Hintergrund schwarz und lassen die Schrift frei, Tinte kostet doch fast nichts."

 

Nur leider hilft das den Menschen nicht weiter die nicht auf weißes Papier drucken sondern z.B: auf transparente Folie für dunkle Modell-Eisenbahnen.

 

 

Decalpro für weißen Tonertransfer

Eine Alternative zum direkten Weiß-Druck ist Decalpro.

 

Mittels einer Toner-Reaktiven Folie kann ein normaler Laserausdruck in weiß verwandelt werden.

Die Folie wird dazu mittels Laminiergerät auf den Ausdruck aufgebracht und haftet durch Druck und Hitze während der Laminierung am Toner. Nach dem Abziehen der Folie bleiben die weißen Pigmente auf dem Toner zurück und man hat seinen Ausdruck in weiß verwandelt.

 

Die Haken daran sollen aber nicht verschwiegen werden:

- dieser Transfer funktioniert nur im Gesamtsystem Decalpro, d.h. man hat anschliessend Abreibe-Beschriftungen die man auf alle möglichen Oberflächen aufbringen kann.

- Die Erstellung der weißen Folien ist zeitaufwendig.

- weiß ist im Gegensatz zu Gold und Silber eine pigment-basierte Folie und daher sehr empfindlich. Man sollte daher zuerst mit den anderen Spezialfarben arbeiten.

 

Der Vorteil von Decalpro:

- es gibt knapp 20 verschiedene Spezialfolien, nicht nur weiß.

- die Abreibebilder sind auf fast allen Untergründen aufzubringen

- es gibt keinen sichtbaren Rand um die Beschriftungen

 

Weitere Informationen zu Decalpro gibt es hier



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